Tulpengarten

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Tulpen als phänologischer Indikator?

Das Projekt "Journey North" bietet ein breites Spektrum von Fragestellungen rund um jahreszeitliche Phänomene bei Tieren und Pflanzen, oft verbunden mit Fragen des Natur- und Artenschutzes. Es ist ein "phänologisches" Projekt, d.h. dort werden Naturphänomene in Abhängigkeit von der Jahreszeit und klimatischen Bedingungen untersucht. Die Phänologie nützt vor allem der Landwirtschaft, weil Empfehlungen für Aussaat und Ernte verschiedener Pflanzen gegeben werden können. Durch Klimadatenbänke, die in vielen Ländern angelegt wurden, können (klein-)klimatische Veränderungen über lange Zeiträume und ihre Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen dokumentiert werden. Natürlich spielt bei der Interpretation der Daten auch die Frage eine Rolle, ob wir derzeit einen grundlegenden, menschlich verursachten Klimawandel erleben.

Insgesamt also ein spannendes Forschungsgebiet, bei dem es auf die Sammlung vieler detaillierter Daten ankommt. Datensammlerinnen und -sammler kann es gar nicht genug geben! Warum also nicht Kinder und Jugendliche dafür motivieren?

Tulpen gehören nicht zu den bedrohten Arten. In Deutschland gelten sie auch nicht als "phänologische Zeigerpflanzen", da sie in ihrer Art zu vielfältig sind. Tulpen an sich - die vielen hundert Sorten, die früh, mittel und spät blühen - können nicht pauschal mit dem Beginn des Frühlings gleichgesetzt werden. Aber sie sind bekannt, auffällig, schön und weit verbreitet. Wenn sich alle auf eine bestimmte, früh blühende Sorte einigen, sind sie eine Art selbst gemachter, aber trotzdem verlässlicher Indikator. Sie blühen nämlich, wenn auch die Forsythien in voller Blüte stehen - was sie eine Weile lang tun -, und diese sind die offiziellen Boten des (Erst-)Frühlings. Tulpen haben ihnen gegenüber den Vorteil, dass man mit ihnen viel besser experimentieren und eigene Fragestellungen entwickeln kann. Sie sind deshalb wunderbar geeignet, um das (phänologische) Forschen zu lernen.

Die Forsythien blühen      Die Tulpen sind gerade aufgeblüht.      Der Apfelbaum zeigt erste grüne Blattspitzen.

Am 20. April 2003 standen in diesem Berliner Garten die Forsythien seit ein, zwei Wochen in voller Blüte, die Tulpen waren zum ersten Mal aufgegangen und die Apfelbäume schlugen aus. Außerdem blühten Magnolien und entwickelten die Pfingstrosen kräftige neue Triebe.
Der Frühling war da, endlich!

 

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