Tulpengarten

Entdeckendes Lernen e.V.

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Projekt

   

 

   
Die Arbeit dokumentieren:
Ideen und Beispiele für Forschertagebücher

Die Forscherhefte der Klasse 2a in Bremen
Tulpenaufzeichnungen der Klasse 5/3 in Berlin
Dokumentation im Internet: Unsere Experimente-Datenbank
Diese Beispiele sind eigene Varianten und keine Illustrationen zum nachfolgenden Text.

 

Aller Anfang – gerade für Förderschüler/innen oder nicht so „entdecker-spontane“ Kinder – ist schwer. Deshalb können durch angefangene Sätze, die von den Kindern vervollständigt werden, Vermutungen und Fragen initiiert werden. Später können Vermutungen in Gruppen sortiert werden, aus denen sich Forscherteams bilden können.

Hier ist ein vorformulierter Steckbrief für eine Tulpenzwiebel als PDF-Datei, in den alle wichtigen Daten eingetragen werden können.
Bei allen weiteren Ideen beziehe ich mich auf die Methodentipps von unserer Website.
   

Wenn Versuchsbedingungen und Ergebnisse in Korrelation gesetzt werden sollen oder wenn das Erforschen bestimmter Korrelationen überhaupt initiiert werden soll, kann das durch eine Eigenschaftstabelle unterstützt werden.
   

Die Arbeit am Forschertagebuch und Lernpartnerschaften sollen verbunden werden? Das kann durch dialogische Tagebücher auf ideale Weise geschehen. Vorstellbar ist auch, dass andere Klassen, andere Projektpartnerschulen oder die Lehrkraft zum Dialogpartner werden.
   

Das Zwei-Wege-Tagebuch lässt sich für Forscherzwecke gut variieren. In den zwei Spalten werden nicht Text-zu-Text-Bezüge hergestellt, sondern Fragen und Vermutungen gegenübergestellt. Die Spalten können dann so aussehen:

Meine Frage
Meine Vermutung

Warum ist von meiner Tulpe noch nichts zu sehen?

Die Zwiebel steckt tiefer in der Erde.
Sie wurde von Tieren gefressen.
Sie hat weniger Wärme abbekommen.

Diese Form des Tagebuchs kann auch durch eine dritte Spalte zum Drei-Wege-Tagebuch variiert werden:

Frage / Vermutung

Das habe ich getan

Das habe ich herausgefunden

Von meiner Tulpen ist nicht zu sehen, weil sie tiefer in der Erde steckt.

Ich habe alle Steckbriefe zu den Tulpen verglichen.

Daran liegt es nicht.

Auch diese Tagebücher können übrigens ausgetauscht werden, damit ein Dialog zur Sache stattfinden kann.
   

Um die Arbeit am Forschertagebuch nach einer Pause wieder anzuregen, können Ideen aus Tatsache oder Erfindung nützen. Provozierende Überschriften oder Falschmeldungen der Lehrer/innen werden zum Anlass genommen, die inzwischen gewonnenen Erkenntnisse als Informationen aufzuschreiben.
   

Die Schüler/innen haben bereits einiges herausgefunden oder verfügen bereits über Vorkenntnisse. Sie sollen zu neuen Forscheraufgaben Verbindungen ziehen, bzw. neue Forscherfragen entwickeln. Dieses kann in einer Reflexionstabelle systematisiert werden.

Was ich weiß

Was ich wissen will

Was ich herausgefunden habe

     

Denkbar ist eine 4. Spalte zwischen 2 und 3 mit der Überschrift: Wie finde ich es heraus?
   

Um immer wieder zur Weiterarbeit und zum Weiterforschen anzuregen, kann die Lehrkraft zu Brainstorming nach dem Listenmacher auffordern. Zum Beispiel, um zusammenzutragen, was einer Tulpenzwiebel im Winter alles passieren kann. Vorteile hat hier auch das Listen-Karrussel: es muss lesbar und verständlich für andere geschrieben werden; viele wissen mehr als eine/r.
   

Das Forschertagebuch soll auch dem Sammeln von Forschungsfragen dienen. Hier können Ideen aus der 6-W-Strategie weiter helfen. Die Schüler/innen werden angeregt, zu den Fragewörtern Wer?, Was?, Wo?, Wann?, Warum? und Wie? Fragen zu bilden, die sich auf das Tulpenprojekt beziehen. Denkbar ist es auch, sich in andere hineinzuversetzen, z.B. "Welche Fragen könnte die Nachbarklasse zu unserem Tulpenbeet stellen?" oder "Welche Fragen hätten Kleingärtner an uns?"
   

Natürlich kann das Tagebuch auch genutzt werden, um Informationen und Abbildungen zu Tulpen zu sammeln wie es in Zitierbares beschrieben wird.
Z. B. könnten ein Artikel aus der Zeitung über die Rückkehr der Zugvögel und das Nahen des Frühlings in Verbindung zu Erkenntnissen des Tulpengarten-Projekts gebracht werden.
   

© Barbara Sanders-Mowka, März 2004