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"Was ist wohl jetzt mit unseren Tulpen?" -
Ein Unterrichtsgespräch in Hude nach den Herbstferien

"Was ist wohl jetzt mit unseren Tulpen?" - Aus dieser Frage einer Schülerin ergab sich das von mir ohnehin angedachte Unterrichtsgespräch nach den Herbstferien.

Melanie: "Die sind schon ein bisschen aufgesprungen."
Jan: "Die sind eingefroren. Sind doch keine Wintertulpen!" Dann: "Oder?"
Florian: "Die frieren doch nicht ein. Aber der Boden ist gefroren."
Hergen: "Oben ist die Erde angefroren."

Am Freitag, den 24.10., lag in Hude Schnee, als wir am letzten Ferientag aus dem Fenster schauten. Laut Zeitung ("Weser-Kurier" für Bremen, ich muss noch die genauen Wetterdaten für Weser-Ems und speziell hier für Hude herausfinden) waren es ungewöhnliche –6 °C in dieser Nacht.

Hergen will es mit einem Lineal prüfen, wie weit die Erde gefroren ist. Er hatte beim Spielen festgestellt, dass es im Boden 4 - 5 cm tief fest war.

Das Gespräch wendet sich der Tatsache zu, dass es laut NWZ (Nord-West-Zeitung) seit 1948 das erste Mal so früh Schnee gegeben hat. Ich hatte im Weser-Kurier gelesen, dass es seit 1902 zum ersten Mal so früh gewesen sei.

Jan: "Die lügen."

Ich biete an, dass wir mal nachfragen, wo die Zeitungen ihre „Meinung“ her haben.

Melanie fällt dadurch eine Erkenntnis ein, die sie in der Familie zuhause am Küchentisch entwickelt haben: "Wenn meine Schwester Suppe isst, schneit es, sonst isst sie die nämlich nie."

Mir fällt dazu die Bauernregel ein, die ich in der Zeitung gelesen habe: "Schneit´s im Herbst gleich, wird der Winter weich."

Jan: "Da hatte der liebe Gott einen schlechten Tag!"

Zurück zu unseren Zwiebeln:

Jessica: "Vielleicht sind die im Boden vergammelt."
Anderer: "Nein, eingefroren."
Mareike: "Aber im Kühlschrank gammelt es auch irgendwann, das Obst oder Gemüse."
Hergen: "Und wenn es im Gefrierschrank war, wird es auch weich und dann matschig."

Wir wollen also Zwiebeln sowohl in den Kühlschrank als auch in das Gefrierfach legen und dann genauer untersuchen.

Andere Idee, die aber als utopisch durchdacht wird: Wir bauen eine Kamera mit in den Boden (in eine Plastiktüte, an einem engen Rohr), aber unten ist es dunkel. Jemand weiß sogar, wenn wir da Licht hinbringen, dass wir dann auch Wärme hinbringen. Aber wir wären "hautnah" an den Tulpenzwiebeln.

Zur Versuchsreihe hatten wir noch keine Zeit (Gruselfest, u.a. warum es schlau ist, die Anleitungen von Wackelpudding genau zu lesen...), aber die Schüler/innen haben interessiert das Anwachsen der Liste wahrgenommen und fragen immer wieder nach der Internetseite.
Ach ja, und dann haben wir noch gelernt, wie wir aus den Tulpendaten eine ordentliche Tabelle am PC machen!
Und für Nord- und Süd-Betrachtungen müssen wir noch ein wenig mehr in Erdkunde einsteigen.

Ich habe auch noch vor, demnächst Vergleichstulpen in den Boden zu tun, denn es soll hier noch mal wieder milder werden.

Regina Gutzke, Lehrerin